DARUM MACHT DIE NUDEL DUMM

DARUM MACHT DIE NUDEL DUMM

 

Erst macht die grazile, schlanke Pasta dick und nun soll sie auch noch dumm machen? Hierbei geht es nicht um die Nudel schlechthin, sondern um alle Teigwaren aus Weißmehl, insbesondere aus Weizenmehl. Bei der Herstellung von Weißmehl bleibt nur noch die Stärke des Mehlkörpers übrig, die Teile des Getreidekorns mit Ballast- und Nährstoffen fallen raus.

Teigwaren aus Weißmehl werden vom Körper schnell zu Zuckerbausteinen umgewandelt. So kann sich jemand diszipliniert durch ein selbst auferlegtes Süßigkeitenverbot gequält haben und Milchbrötchen, heller Toast, Baguette und Pizzateig machen unauffällig all die Mühe zunichte.

 

Zucker – Nahrung für das Gehirn oder Förderer der Vergesslichkeit?

 

„Zucker geht direkt ins Blut und ist Nahrung für das Gehirn“, so hören wir das oft, gerne auch in Werbespots. Es erscheint logisch, das Gehirn braucht schließlich jede Menge Energie und ein Zuckerschub liefert ja auch kurzfristig diese Energie. Weswegen viele ein Milchbrötchen oder Toast mit Nussnugatcreme für ein energiereiches Frühstück halten.

 

Doch die Betonung des Energieschubs liegt auf kurzfristig. Denn tatsächlich lassen diese kurzkettigen Kohlenhydrate, auch „leere Kalorien genannt“ (= viele Kalorien, kein Wert), den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, geben kurz Energie, lassen ihn jedoch auch wieder rasant abfallen. Nun ist man noch müder als zuvor, dazu auch noch nervös, vielleicht stellen sich auch Kopfschmerzen ein und der Körper verlangt erneut nach Zucker.

Als weitere Folge wird einer Ernährung mit einer konstant hohen Dosis Zucker nachgesagt, die Gehirntätigkeit zu verlangsamen und das Erinnerungsvermögen zu schwächen. Forscher der Berliner Charité baten beispielsweise gesunde Senioren zu einem Test, bei dem sie eine halbe Stunde lang 15 Wörter im Gedächtnis behalten sollten. Teilnehmer mit viel Zucker im Blut erinnerten sich an durchschnittlich zwei Wörter weniger.

 

 

 

Eine stetige Überdosis lässt die Gehirnmasse schrumpfen

 

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zum Beispiel nicht mehr als 25 – 50 Gramm Zucker am Tag. Forschungen der University of California ergaben, dass bei hohem Zuckerkonsum, weniger Proteine für die Neubildung von Nervenzellen und Synapsen aktiviert werden und der Hippocampus schlechter auf das Hormon Insulin reagiert, um eine Überdosis für die aktive Hirnmasse zu verhindern. Dadurch wird die Zuckerzufuhr so entschieden gedrosselt, dass am Ende die aktive Hirnmasse, vor allem im Lernzentrum, zu wenig Zucker bekommt und deutlich schrumpft. Das könnte auch erklären, warum man unter Demenzpatienten viele Menschen findet, die große Zuckeranhänger sind.

Wer also einer stetigen Überdosis entgegenwirkt, dürfte seiner Gedächtnisleistung einen großen Dienst erweisen.

Übrigens 1 Liter Cola enthält bereits über 100 Gramm Zucker!

 

Statt leerer Kalorien – volles Korn

 

Auch hier geht es nicht um das Entsagen jedweder Weißmehlprodukte. Wer sich hier und da mit einem Vollkornprodukt anfreundet, schenkt seinem Körper Ballaststoffe, die die Blutfettwerte senken, länger satt und energiegeladen machen und das Verlangen nach noch mehr Weißmehl senken. So kann nach und nach mehr auf Weißmehl verzichtet werden.

Vollkorn darf sich nennen, was zu mindestens 90 Prozent aus Vollkornmehl oder Vollkornschrot hergestellt wurde. Probieren Sie es anstelle von Weizen einfach mal mit Dinkel, Roggen, Nuss, Mandel oder Kastanienmehl. Auch Gerste, Hirse, Hafer, Buchweizen, Amarant, Quinoa und Chia(-Samen) sind prima und reich an Eiweiß und Mineralstoffen.

IST DAS FEUER SCHULD AM MÄNNERBAUCH?

IST DAS FEUER SCHULD AM MÄNNERBAUCH?

 

Als der Steinzeitmensch vor gut 2 Millionen Jahren lernte das Feuer zu zähmen, ahnte er nicht, dass dies eines Tages zu Übergewicht seiner Nachfahren führen würde.

Durch das Feuer, das unter den Forschern als Meilenstein in der menschlichen Entwicklung gesehen wird, war es den Steinzeitmenschen möglich, Nahrung zu erhitzen.

 

Doch was hat das Erhitzen von Nahrung mit unserer heutigen Situation zu tun?

 

Durch das Erhitzen können sich Strukturen in den Kohlenhydratketten nicht mehr halten und brechen in kleinere, kurzkettige Teile auseinander. Es bildet sich sozusagen ein höherer Anteil an Zucker als in der Rohkost. Kochen ist somit eine Vorverdauung für den menschlichen Organismus.

Dem Steinzeitmenschen kam dies zugute. Bisher musste er eine viel größere Menge an Obst und Gemüse zu sich nehmen, um an seinen immensen Energiebedarf zu gelangen.

 

Durch das Feuer wurde auch unser Gehirn größer

 

Durch das Erhitzen konnte er die Nahrung mit höherem Energiegehalt aufnehmen und deutlich besser verdauen. Dadurch war der damalige, viel größere Verdauungstrakt des Menschen nicht mehr nötig und er bildete sich im Laufe der Evolution zurück. Die nun vorhandene, überschüssige Energie und erhöhte Anzahl von Nährstoffen konnte für die Entwicklung des Gehirns genutzt werden.

Über Millionen Jahre konnte sich die menschliche Rasse somit prächtig entwickeln. Das, was uns bis heute aus dieser Zeit geblieben ist, ist der Drang Jäger und Sammler zu sein. Um sich auf Hungersnöte vorzubereiten, steuert unser Gehirn immer noch allzu gerne gerade die energiereichen Speisen an.

Diese kohlenhydratreichen Speisen erhöhen die Insulin-Ausschüttung, danach fällt der Blutzuckerspiegel rasant ab. Der berühmte Heißhunger nach energiereicher Nahrung wird geweckt, die Jagd beginnt von vorne…

 

Da hilft nur eines: Immer wieder Sieg über das gefräßige Gehirn erlangen und statt zu Kohlenhydraten, zu Proteinen und Gemüse greifen.

 

FERTIGPRODUKTE – MANGELERNÄHRUNG LEICHT GEMACHT

FERTIGPRODUKTE – MANGELERNÄHRUNG LEICHT GEMACHT

Kein putzen, schnippeln, braten oder kochen. Fertigprodukte werden in der Industrie „Convenience Food“ genannt, was so viel bedeutet wie „Annehmlichkeit“. Diese Annehmlichkeit muss opfern, was natürlich wäre.  Je mehr wir dieser Annehmlichkeit den Vorzug geben, desto mehr haben wir nicht mehr in der Hand, was in unseren Körper wandert.

Der Brokkoli-Geschmack einer Brokkoli-Tütensuppe schenkt nicht der Brokkoli selbst, sondern Aromen aus der Chemie. Der Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen soll teilweise mit Vitaminzusätzen ausgeglichen werden. Doch auch das hat nichts mit dem perfekten Zusammenspiel von natürlich gewachsenem Obst, Gemüse und Kräutern zu tun.

Die Geschmacksnerven von Kindern, die mit vorwiegend industriell verarbeiteten Lebensmitteln aufwachsen, tun sich schwer, sich mit natürlich Gewachsenem anzufreunden. Eine Erdbeere hat weniger Erdbeergeschmack, als die Aromen im Erdbeerjoghurt vorgaukeln.

Vieles lässt sich jedoch mit einfachen Handgriffen selbst machen und dadurch nimmt wieder mehr und mehr Natürlichkeit in der Ernährung ihren Platz ein.

Heimisches Superfood

Für den klimaverträglichen Fußabdruck muss Superfood nicht zwingend um die Welt fliegen. Auch unsere Heimat hat da einiges zu bieten, wie zum Beispiel den Spinat und Brokkoli.

Spinat ist eines der ersten, nicht süßlichen, Gerichte, welches die ganz Kleinen verabreicht bekommen. Der ungewohnte Geschmack sorgt bei Kleinkindern häufig für eine wenig begeisterte Reaktion. Und manchmal bleibt dieses ‚Kindheitstrauma‘ und auch der Erwachsene mag sich mit dem grünen Gewächs nicht anfreunden. Sehr schade!
 Spinat ist eines der nährstoffreichsten Lebensmittel, die es gibt. Der Verzehr hat auf den Körper eine umgehend Energie steigernde Wirkung. Trotz des geringen Kaloriengehaltes wirkt der Spinat sehr sättigend und belastet den Magen nicht. Die im Spinat enthaltenden Phytonährstoffe wirkenals Antioxidantien, welche zur Bekämpfung schädlicher freier Radikale hilfreich sind. Außerdem nähren die Inhaltsstoffe des Spinats die Zellen des Körpers und sind eine große Hilfe bei einer gewünschten Gewichtsreduktion.

Brokkoli ist in jeder Form ein Superfood und regt im Körper die Bildung eines Stoffes an, dem nachgesagt wird, Krebs vorzubeugen und sogar bestehenden Krebs zu bekämpfen. Darüber hinaus liefert Brokkoli Sulforaphan, einen sekundären Pflanzenstoff mit hochgradig antioxidativer Wirkung. Wichtig bei der Zubereitung ist, dass er enzymschonend zubereitet wird. Also nicht kochen, sondern nur dämpfen und nie in der Mikrowelle zubereiten!

Ihre Checkliste für einen gesunden Einkauf 

  • Verzichten Sie weitgehend auf Fertigprodukte.
  • Bevorzugen Sie alles, was durch die Kraft der Sonneneinstrahlung wächst.
  • Wenn es Ihnen möglich ist, achten Sie auf pure Lebensmittel in Bioqualität. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, Pestizidrückstände mit der Nahrung aufzunehmen.
  • Mittlerweile gibt es Hersteller, von zum Beispiel Tiefkühlwaren, die sich der zusatzfreien Verarbeitung verschrieben haben. Zudem sind tiefgekühltes Gemüse und Obst durchaus reich an Inhaltsstoffen. Sie werden schockgefroren, dadurch bleiben viele der wertvollen Substanzen erhalten. Hin und wieder eine gute Alternative.

SO HALTEN SIE ERFOLGREICH AN ÜBERFLÜSSIGEN PFUNDEN FEST

SO HALTEN SIE ERFOLGREICH AN ÜBERFLÜSSIGEN PFUNDEN FEST

11 Faktoren, die das Abnehmen verhindern können


Es gibt unzählige gut gemeinte Ratschläge, Ratgeber, Sport-und Diätpläne, die dem Verbraucher zur Verfügung stehen. Trotzdem bleiben so viele ambitionierte Versuche abzunehmen erfolglos und führen letztendlich nur zu Frust.

Wenn sich trotz aller Mühe kein Gramm Fett verabschieden möchte und keine pathologischen Ursachen vorliegen, könnten diese Faktoren schuld daran sein.

Stress macht dick, ohne mehr zu essen

Bei Dauerstress und ständiger Produktion von Cortisol zirkulieren mehr Mengen Einfachzucker im Blut, als Muskulatur und Nervenzellen verwerten können. Ohne viel zu essen, werden diese dann wieder in den Fettzellen eingelagert und das vornehmlich am Bauch.

Was hilft: Bewegung ist aktive Entspannung und die einfachste Art Cortisol abzubauen.

Nach einer Nacht mit schlechtem Schlaf ist der Hunger größer

Für die Verdauung und den Stoffwechsel ist ausreichend Schlaf essenziell. Der Körper hat nur dann die nötige Ruhe für wichtige Verdauungsvorgänge und kann so seinen Fetthaushalt stabilisieren. Schlafstörungen verringern die Leptin-Ausschüttung (das Hormon für das Gefühl der Sättigung), während die Ghrelin-Produktion zunimmt (das Hormon für das Hungergefühl).  Je weniger wir schlafen, desto mehr Hunger haben wir.

Was hilft: Ohne das Hormon Melatonin ist Schlaf nicht möglich. Mit eiweißreicher Ernährung steigt der Gehalt der Aminosäure Tryptophan, aus der wieder Serotonin und daraus wiederum Melatonin hergestellt wird. 

Dauersitzen führt zu einem trägen Stoffwechsel

Die meiste Zeit des Tages verbringt man sitzend. Wir sitzen beim Frühstück, im Auto, am Schreibtisch und vor dem Fernseher. Kaum muss man irgendwo einmal (an)stehen, ärgert einen das. Neben Muskelverspannungen führt der geringe Energieverbrauch beim Sitzen zu einem trägen Stoffwechsel und damit zur Gewichtszunahme.

Was hilft: Bereits kurze Bewegungspausen von circa 3 Minuten wirken sich positiv auf den Stoffwechsel aus.  Also einfach alle 30 Minuten kurz aufstehen.

Der Kalorienverbrauch während der Bewegung wird überschätzt

Gemütlich durch den Wald gewalkt? Gut! Frische Lust ist gesund, aber die Kalorienbilanz beeindruckt das wenig. Ein paar Bahnen geschwommen oder mit dem Fahrrad einen Ausflug gemacht? Auch das ist sehr gesund und verbraucht kaum Kalorien. Die anschließende „Belohnung“, fällt gerne kalorienreicher aus, als vorher verbrannt werden konnte.

Was hilft: Bewegung sollte nicht zum Anlass genommen werden, die Kalorienbilanz hochzuschrauben. Bewegung hat einen grandiosen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden und muss nicht mit extra kalorienreichem Essen belohnt werden.

Das immer gleiche Trainingsprogramm

Der Körper gewöhnt sich schnell an Bewegungsabläufe, erhält keinen Trainingsreiz mehr und sieht keine Notwendigkeit Muskulatur (auch den Herzmuskel) in der vorhandenen Stärke zu erhalten, geschweige denn aufzubauen. Der Körper bleibt schlichtweg unbeeindruckt von einem Training, das keinen Reiz liefert.

Was hilft: Regelmäßig neue Reize setzen, damit der Körper Verbesserungsprozesse startet. Das gibt Muskulatur und Stoffwechsel wieder einen extra Kick.

Konditionstraining ohne Krafttraining

Beim Abnehmen wird immer noch gerne davon ausgegangen, dass Ausdauertraining der Kalorienvertilger sei. Es ist jedoch die Muskulatur, die richtig viele Kalorien verbrennt. Je mehr Muskulatur jemand hat, desto höher ist sein Kalorienverbrauch.

Was hilft: Dem Muskelaufbautraining genügend Stellenwert einräumen und dadurch den Grundumsatz erhöhen. Dann werden 24h am Tag extra Kalorien verbraucht.

Zu hartes Training

Wenn sich jemand völlig verausgabt verbrennt der Körper als Erstes Zucker aus dem Blut, denn der kann am Schnellsten in Energie umgewandelt werden. Normalerweise würde sich bei einem sinkenden Blutzuckerspiegel Heißhunger melden. Das wird jedoch während der Höchstleistung unterdrückt, um leistungsfähig zu bleiben. Sobald die Höchstleistung beendet ist, fällt dem Gehirn ein, was es hatte: Hunger! Dieser Hunger auf energiereiche Kost ist dann extragroß.

Was hilft: Die richtige Intensität, Intervalle mit kleinen Pulsspitzen ja, “auspowern” nein. Sie dürfen sich nach Ihrem Training müde fühlen, jedoch nicht „platt“!

Ist der Körper in einem sauren Milieu, kann Abnehmen erfolglos bleiben

Wenn der Säure-Basen-Haushalt stetig im sauren Bereich ist, verändert sich die Situation für den Stoffwechsel und fettverbrennende Enzyme können nicht auf Hochtouren arbeiten.

Was hilft: Den Säure-Basen-Haushalt messen und mit Hilfe von Vitalstoffen, die basisch machen, Entspannung und falls nötig, „Green Food Nahrungsergänzung“, in Balance bringen. 

Zu wenig Essen

Erhält der Körper weniger Nahrung, als er braucht, geht er deshalb noch lange nicht an seine Fettreserven, die sind ja schließlich zum Überleben für schlechte Zeiten gedacht. Registriert der Körper also einen Mangel an Nahrung, reduziert er die Stoffwechseltätigkeit und passt sich damit dem Nahrungsmangel an. Und er merkt sich das für die Zukunft. Bei einem wiederholten Mangel hält der Körper noch vehementer an seinen Fettreserven fest. Je mehr „Hungersnot“ der Körper registriert, desto mehr wird er sich auf die nächste „Hungersnot“ vorbereiten.

Was hilft: Diäten, rigider Verzicht und Hungern sind tabu!

Zu wenig Trinken

Blut ist das Transportmittel, die Blutbahnen sind die Autobahn. Bei Flüssigkeitsmangel verdickt das Blut und es entsteht zähfließender Verkehr. Nun geht der Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und Botenstoffen viel langsamer. Das kann den kompletten Stoffwechsel einschränken.

Was hilft: Trinken Sie pro Kilogramm Körpergewicht 30ml stilles Wasser oder Kräutertee. Gerne mit Zitrone, denn die macht basisch.

Zu viele Kohlenhydrate zur falschen Zeit

Zucker, Weizen und Weißmehl haben einen hohen glykämischen Index, das heißt, sie lassen nicht nur den Blutzuckerspiegel sprunghaft steigen, sondern werden auch besonders schnell in Fett umgewandelt und produzieren Hunger auf noch mehr kurzkettige Kohlenhydrate. Wenn zwischen den Mahlzeiten genascht wird oder abends mit Weißmehl noch mal richtig mit kurzkettigen Kohlenhydraten aufgefüllt wird, dann schnellt jedes Mal der Blutzucker in die Höhe und der Körper verbrennt diese leicht verfügbaren Zuckerbausteine, anstatt sich an die Fettreserven zu machen.

Was hilft: Als Orientierung: ab 16 Uhr die Kohlenhydratzufuhr drastisch reduzieren und gleich nach den Mahlzeiten naschen, anstatt zwischendurch.